Die Firma BERG SPANNTECHNIK fertigt hochpräzise Spannmittel und Komponenten. Vom Rohmaterial zum Endprodukt müssen viele Fertigungsschritte durchlaufen werden – in jeder Operation mit hohen Präzisionsanforderungen. Zahlreiche Komponenten aus der Spanntechnik unterlaufen eine 100-%-Endkontrolle, bevor sie in der finalen Baugruppe verbaut werden. Nach Fertigstellung der einzelnen Dreh-, Schleif- oder
Frästeile mussten die Mitarbeiter/-innen bislang die Bauteile händisch in die Messmaschine einsetzen. Da bei den Drehteilen häufig das Gewinde in den Bauteilen als Bezugsmaß bei der Vermessung diente, wurde dazu ein Gewindeeinsatz ebenfalls von Hand ein- und wieder herausgeschraubt. Eine zu große Kraft beim Anziehen des Gewindes führte zu einem beschleunigten Verschleiß der Einsätze. Wurde der Einsatz nicht komplett eingeschraubt, traten Messprobleme auf. Es galt also, eine Lösung zu finden, wie der Messeinsatz feinfühlig und prozesssicher vor und nach dem Vermessen der Bauteile ein- bzw. wieder herausgedreht werden kann. Weiterhin sollte eine Kommunikation mit der Anlage aufgebaut werden, sodass Bauteile je nach Toleranzvorgabe sortiert werden können. Die Messmaschine verfügte dazu noch nicht über eine geeignete Schnittstelle. Durch den manuellen Ablauf und die manuelle Auswertung des Messergebnisses mussten speziell geschulte Facharbeiter aus der Qualitätssicherung für diese Arbeiten eingesetzt werden. Darüber hinaus wurde die Messmaschine nur einschichtig genutzt. Die Bauteile sollten aber auch mannlos ggf. in einer weiteren Schicht abgearbeitet werden. Um das Personal hinsichtlich der Ergonomie zu unterstützen und um die Facharbeiter anderweitig einsetzen zu können sowie zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, entschied man sich für den Einsatz eines Leichtbauroboters (Cobot).
