Die Aufgabe

Fall 04.01 Maschinenbeladung: CNC Fräse von DATRON mit Roboter UR10e beladen_Kunststoffgehäuse (Cobotlinie1)

Die Herausforderung

Bis dato wurden die Rohteile zum CNC-Fräsen immer manuell eingelegt. Da nur 1-schichtig gefertigt wurde und über das Jahr verteilt schwankenden Auftragsmengen abzuarbeiten waren, sollten keine zusätzlichen Mitarbeiter eingestellt werden. Die zusätzlichen Kapazitäten galt es anderweitig zu ermöglichen. Zudem wurden von den Mitarbeitern oftmals 2 Maschinen parallel bedient. Die 2. Maschine wurde aber unregelmäßig bestückt. Pausenzeiten und andere Unterbrechungen reduzierten weiterhin die möglichen Fertigungsmengen. Die reine Fräs- und Bearbeitungszeit betrug je Bauteil oftmals nur 30 – 45 oder 60 Sekunden.  Um das Personal hinsichtlich der Ergonomie zu unterstützen, entschied man sich für den Einsatz eines Leichtbauroboters von UNIVERSAL ROBOTS (Cobot).

Die Lösung

Durch den Einsatz eines UR10e Roboters von UNIVERSAL ROBOTS, mit einem Payload von zu 12kg werden nun die Rohteile vollautomatisch aus der Materialbereitstellung zum Fräsen in das Spannmittel eingelegt. Um möglichst viel Material für die autonome Bearbeitung bereit zu stellen wurde der Roboter auf einen mobilen Wagen mit Teleskopschubladen platziert. Der UR10e mit einer Reichweite von 1300 mm kann bereits die Schubladen eigenständig öffnen und schließen. Der Wagen hat die Abmessung von ca. 800 x 1000 mm. Mit den Schubladen, der Kopfplatte und einer zusätzlichen Schiefen Ebene konnten so auf kleinster Fläche bereits fast 4m² Material in den KLTs bereitgestellt werden. In Summe 10 KLTs in den Abmessungen 600 x 400 mm. Das ergab 240 Rohteile und damit eine durchschnittliche Laufzeit je nach Variante von 4 – 5 Stunden.

Innerhalb von wenigen Wochen wurde dieser UR10e in Betrieb genommen. Seither wird die CNC-Fräsmaschine Tagsüber und mit zusätzlichen Stunden in einer 2. Schicht mannlos durch den Roboter bestückt. Die Mitarbeiter/innen werden so von der monotonen Einlegearbeit entlastet, können sich auf eine separate Maschinenbedienung konzentrieren und zusätzliche Maschinenlaufzeiten verschaffen dem Unternehmen flexible Kapazitäten.

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